Vergangenes Wochenende trafen sich das brasilianische Duo Tiago Geronimi und Henrique Martins sowie Jens Klingmann zum Fitness-Check mit dem Physio-Sporttherapeuten Mathias Föhl in Davos. Davos (SHIMA DAVOS), eine kleine Stadt hoch gelegen in den Schweizer Alpen. Warme Sonnenstrahlen, wolkenloser blauer Himmel und jede Menge Schnee luden wohl eher zum Relaxen und Ski fahren ein, als dass Gedanken an irgendwelche Anstrengungen hätten gehegt werden wollen.
Spaß und Fun: Ja. Relaxen: Aber ja! Wohl aber eher zum Ende des Tages. Training und Fitness: Ja, und zwar jede Menge davon.
Bevor es zum Frühstück ging, begann der frühe Morgen mit einigen Kilometern Joggen. Frühstücken, für viele die wichtigste Mahlzeit eines Tages; aber nicht zu viel frühstücken, denn der Vormittag war hiermit ja noch nicht zu Ende und ein voller Magen ist keine gute Voraussetzung für sportliche Aktivitäten.
Weiter ging das Programm mit einer Wanderung durch den Tiefschnee - natürlich ging es dabei etwas bergauf. Mit entsprechender Kleidung ausgestattet, stiefelten unsere Jungs also los. Wie wunderbar schön der Schnee ausschaut, wenn er noch völlig unberührt ist, aber so anstrengend in oder auf ihm zu gehen, wenn noch überhaupt keine Spur vorgegeben ist. Fast drei Stunden dauerte diese Tour, und wie auf den Bildern zu sehen, hatten die Jungs doch noch genügend Kraft und Energie für eine Schneeschlacht.
Mittagessen; ganz klar, darf nicht fehlen; und dann der leichte Spaziergang - wieder im Tiefschnee, aber diesmal bergab - zurück zum Startpunkt. Kurze Verschnaufpause und danach fanden sich alle im Kraft- und Fitnessraum wieder. Hier zeigt Mathias Föhl einige Übungen und erklärt, wie sie an den Kraftgeräten ausgeführt werden. Gewichte stemmen alleine reicht nicht aus, um die Kondition zu trainieren, so gehört z. B. auch das Bike fahren zum Fitnessprogramm.

Was im Programm auch nicht fehlen darf sind Übungen, die die Konzentration fördern, sowie die, die die Wahrnehmung und Sinne den Körper in verschiedenen Lagen und Situationen im Gleichgewicht zu halten trainieren. Massagen gab es zur Muskelentspannung und zum Relaxen.
(Diese Übungen sehen leicht aus, sind sie aber keineswegs. Wer sie nicht regelmäßig durchgeführt, kann nur schwer das Gleichgewicht halten. Bild oben: Tiago zeigt eine Übung, die den Gleichgewichtssinn trainiert und verschiedene Muskelgruppen anspricht; Bild unten: Henrique bei einer Gleichgewichtsübung)

Am Ende dieser zwei Tage wusste jeder Fahrer eigentlich schon, in welche Bereiche seines Trainingsprogramms er die Schwerpunkte zu legen hat. Dennoch ist die Analyse und Auswertung eines Physio-Sporttherapeuten unabdingbar. Denn erst durch sie, erfahren die Fahrer, wo ihre Schwächen und Stärken liegen. Generell sind sie alle fit, aber hier und da muss doch noch einiges mehr getan werden, damit sie mit guter Kondition, einer ausgeglichenen mentalen Einstellung und auch genügend ausdauernder Kraft, die anstehenden Rennen erfolgreich meistern können.



