Damals hatte es einige Abstimmungsschwierigkeiten an den offiziellen BMW Testläufen in Zandvoort gegeben. Nicht alles schien ganz rund laufen zu wollen, sodass die Ergebnisse am Ende der Tests für die Fahrer wie auch für das Team nicht zufrieden stellend gewesen waren. So wurde für das Rennwochenende noch einmal an den Set Ups der Fahrzeuge gefeilt und auch die Vorbereitungen der Fahrer, die in der Zwischenzeit viel an ihrer Fitness und mentalem Training gearbeitet hatten, waren intensiver.
Schon die Zeiten aus den Qualifyings zeigten, dass sich alle Mühen gelohnt hatten. So startete Facu Reglia beim ersten Rennen am Vormittag unter den optimalsten Bedingungen, bei Sonnenschein und trockener Fahrbahn, auf dem dritten Platz hinter Harvey. "Im Gegensatz zu den Tests habe ich meinen Start im Rennen verbessert und kam optimal weg, als die Ampel auf Grün schaltete", erinnerte sich Regalia. Durch einen Fehler geriet der Pole-Setter Hansen ins Kiesbett und erst nachdem Facu schon an ihm vorbeigefahren war, wurde die gelbe Flagge geschwenkt, sodass es keine Strafe für den 18-jährigen Spanier gab und er seinen Podiumsplatz auf Rang 2 sicher über die Zielgerade nach Hause fuhr.
Ledogar kämpfte hart um seine fünfte Position, musste sie dann aber doch an Carlos Sainz abgeben. Für den 16jährigen Österreicher war der Besuch in Zandvoort weniger erfreulich, denn von 13 hatte sich der Rookie auf Platz 7 vorgearbeitet, als ihn ein Mitbewerber ins Aus schob. Durch die Kollision wurde sein Fahrzeug derart beschädigt, dass es für das Team nicht mehr möglich war, die Reparaturen zum zweiten Lauf am Nachmittag zu vollenden. "Das war schon hart, in der Box zu stehen und den anderen auf der Strecke zusehen zu müssen. Natürlich habe ich meinen Teamkollegen die Daumen gedrückt, aber ich hätte lieber selbst im Cockpit gesessen", so Marc Coleselli.
Am Nachmittag freute sich der Franzose Côme Ledogar über seinen dritten Platz. "Auf dem Podium zu stehen, das ist das Größte. Die Vorbereitungen auf dieses Wochenende haben sich gelohnt. Das Set Up der Fahrzeuge wurde auch noch mal verfeinert, sodass ich besser damitzurecht kam", strahlt Ledogar.
Ergebnis Rennen 1
1. Jack Harvey (GB/Fortec Motorsports) 26:10.523
2. Facu Regalia (AR/Eifelland Racing) 26:13.018
3. Timmy Hansen (SE/Mücke Motorsport) 26:13.378
4. Robin Frijns (NL/Josef Kaufmann Racing) 26:13.938
5. Carlos Sainz (ES/Eurointernational) R 26:18.573
6. Côme Ledogar (FR/Eifelland Racing) 26:19.200
7. Javier Tarancon (ES/DAMS) 26:22.185
8. Maciej Bernacik (PL/Mücke Motorsport) R 26:22.661
9. Michael Lewis (US/Eurointernational) 26:23.551
10. Christof Von Grünigen (CH/Fortec Motorsports) 26:24.150
Nicht gewertet:
Marc Coleselli (AT/Eifelland Raicng) R 6 Runden
Fahmi Ilyas (MY/DAMS) 2 Runden
Hannes van Asseldonk (NL/Josef Kaufmann Racing) R 2 Runden
Schnellste Runde: Jack Harvey (GB/Fortec Motorsports) 1:44.342 (148,600 km/h)
R=Rookie
Ergebnis Rennen 2
1. Robin Frijns (NL/Josef Kaufmann Racing) 25:07.986
2. Carlos Sainz (ES/Eurointernational) R 25:16.348
3. Côme Ledogar (FR/Eifelland Racing) 25:29.743
4.Timmy Hansen (SE/Mücke Motorsport) 25:31.541
5. Hannes van Asseldonk (NL/Josef Kaufmann Racing) 25:32.911
6. Petri Suvanto (FI/Josef Kaufmann Racing) R 25:33.018
7. Facu Regalia (FR/Eifelland Racing) 25:45.715
8. Christof Von Grüningen (CH/Fortec Motorsports) 25:57.102
9. Jack Harvey (GB/Fortec Motorsports) 25:57.686
10. Michael Lewis (US/Eurointernational) 25:59.819
Nicht gewertet:
Daniil Kvyat (RU/Eurointernational) R 7 Runden
George Katsinis (GR/Fortec Motosports) 5 Runden
Fahmi Llyas (MY/DAMS) 1 Runde
Schnellste Runde: Carlos Sainz (ES/Eurointernational) R 2:03.11 (125,938 km/h)
R=Rookie
Punktestände
Fahrer: 1. Jack Harvey 91, 2. Timmy Hansen 87, 3. Robin Frijns 78, 4. Carlos Sainz R 74, 5. Facu Regalia 66, 6. Javier Tarancon 50, 7. Côme Ledogar 45, 8. Christof Von Grüningen 32, 9. George Katsinis 28, 10. Hannes Van Asseldonk R 27, 11. Petri Suvanto R 27, 12. Michael Lewis 26, 13. Maciej Bernacik R 22, 14. Daniil Kvyat R 19, 15. Marc Coleselli R 10, 16. Fahmi Ilyas 0
Teams: 1. Fortec Motorsports 148, 2. Josef Kaufmann Racing 132, 3. Eifelland-Racing 121, 4. Eurointernational 119, 5. Mücke Motorsport 108, 6. DAMS 50



